Die Sache mit dem Yoga

Hallo ihr Lieben,

heute geht es mal um Sport. Um ehrlich zu sein, um einen Sport, den ich bisher eher flüchtig kennengelernt habe und der irgendwie nicht so recht einen festen Platz in meinem Alltag einnehmen möchte, obwohl ich ihn doch irgendwie spannend finde: Yoga.

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Yoga ist zurzeit ja irgendwie überall. Im Internet, im Fernsehen, in Fitnessstudios und in sämtlichen Sportabteilungen dieser Welt. Jeder, der Yoga macht, fühlt sich besser, fitter, gelenkiger und entspannter. Grund genug für mich, dem Ganzen nochmal eine Chance zu geben, nachdem ich vor etwa drei Jahren mal für ein paar Wochen einen Yogakurs im Fitnessstudio besucht habe und erfolgreich gescheitert bin. Damals war es für mich einfach ein zu „ruhiger“ Sport – normalerweise stehe ich beim Sport eher auf viel Power und laute Musik.

Ich bin eigentlich kein Mensch, der morgens extra früh aufsteht, um eine halbstündige Yogasession einzuschieben. Trotzdem habe ich mich in letzter Zeit hin und wieder mal aufgerappelt, meine Matte ausgebreitet und einfach mal versucht, die Übungen in Videos wie „Yogaflow für Anfänger“ oder „Easy Beginner Yoga Übungen“ bestmöglich nachzumachen.

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Wenn ich mich endlich in die richtige Position gebracht habe, muss ich das Ganze für eine Minute halten. Eine Minute ist ja nicht so viel – dachte ich jedenfalls. Nach zwanzig Sekunden wird es schon hart. Man muss für viele Übungen so wahnsinnig viel Kraft aufwenden, dass es nach kurzer Zeit schon echt anstrengend wird. Yoga ist vermutlich der am meisten unterschätzte Sport überhaupt – vermeintlich Entspannung pur, ideal zum Runterkommen und einfach nur ein bisschen auf der Matte rumturnen. Dabei erfordert es wahnsinnig viel Kraft, Körperspannung und vor allem Konzentration.

Das Schöne daran: Ich habe sehr schnell bemerkt, wie sich das Gefühl während der Übungen verändert. Dadurch, dass viele Übungen im Laufe eines Flows mehrmals wiederholt werden, kommt man irgendwann rein und weiß, wie die Position aussehen und wie sie sich anfühlen soll. Die Übergänge werden fließender und man entwickelt nach und nach auch ein besseres Gefühl für die Atmung – zumindest ging es mir so.

Am wichtigsten beim Yoga finde ich Abwechslung. Wenn man mit einem Online-Studio und Videos trainiert, liegt der Fokus einer Einheit oft auf einer bestimmten Muskelgruppe – dementsprechend wiederholt man die Übungen sehr oft und dadurch, dass man die Positionen jeweils recht lange halten muss, empfinde ich es manchmal als ziemlich langwierig. Ich ertappe mich oft bei dem Gedanken „och nö, schon wieder der herabschauende Hund?“ und zugegebenermaßen langweile ich mich manchmal auch ein bisschen.
Deswegen entscheide ich mich meistens für zwanzig- oder dreißigminütige statt einstündige Einheiten und mache auch nie die gleiche mehrmals hintereinander. Dadurch wird man auch etwas mehr gefordert und ist dann fast schon froh, wieder bei einer Übung anzukommen, die man schon kennt.

Yoga und ich, das ist eine Art Hassliebe. Manche Flows machen mir wahnsinnig Spaß und andere finde ich gähnend langweilig. Manche sind so anstrengend wie ein Ganzkörpertraining im Fitnessstudio, andere fordern mich kaum heraus. Ich bin immer noch blutiger Anfänger und beherrsche vielleicht gerade mal die Einsteiger-Übungen, die für richtige Yogis vermutlich nur zum Aufwärmen dienen. Ich mache Yoga definitiv nicht regelmäßig – immer nur dann, wenn ich wirklich mal richtig Lust darauf habe. Ich werde vermutlich nie ein richtiger Yogi werden und wahrscheinlich immer ein Training mit Gewichten oder einen knackigen Lauf vorziehen – trotzdem reizt mich Yoga immer noch.
Mein Ziel für die nächsten Monate ist, es zumindest stückweise nach und nach in meinen Alltag einzubauen, bis ich wenigstens auf eine Yogasession pro Woche komme. Denn ich habe wirklich festgestellt – Yoga verbessert die Körperhaltung, macht fit, man merkt schnell Fortschritte und fühlt sich danach irgendwie ziemlich gut.

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Macht ihr Yoga und habt ihr ähnliche Gedanken auch schon gehabt? Schreibt mir gerne einen Kommentar 🙂

Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag!
Lena


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