20 Dinge, die ich in 20 Jahren gelernt habe

Hallo ihr Lieben,

heute ist Samstag, der 10. Juni. Morgen ist es so weit – morgen ist mein 20. Geburtstag, morgen vollende ich mein 20. Lebensjahr.
Nach zwei Jahrzehnten dachte ich mir, es ist vielleicht an der Zeit, mir einmal darüber Gedanken zu machen, was ich bisher erlebt und gelernt habe – und das wollte ich gerne mit euch teilen.

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Hier folgen nun also 20 Dinge, die ich meinen 20 Jahren bisher lernen durfte. Natürlich bin ich noch sehr jung und habe längst nicht die Weisheit mit Löffeln gefressen, aber gelernt habe ich trotzdem viel und das auch sehr genossen. Was natürlich nicht heißt, dass ich alles davon IMMER beherzige 😉


1. Auch wenn Auslandsaufenthalte einem vorher vielleicht erstmal ein bisschen Sorge bereiten, sind sie am Ende doch das Bereicherndste, was man erleben kann. Ich würde definitiv behaupten, dass meine zwei Jahre in Frankreich mein Leben irgendwie geprägt und in eine bestimmte Richtung gelenkt haben. Sie haben mir die Augen geöffnet für eine wunderschöne neue Sprache, für eine neue Kultur, neue Menschen, neues Essen, neue Natur. Egal ob eine Woche, ein Monat oder ein Jahr – traut euch, lernt neue Länder kennen und sammelt ein paar tolle Erfahrungen und Erinnerungen.

2. Mit Geduld kommt man immer am weitesten. Ich bin ein wahnsinnig ungeduldiger Mensch und möchte am liebsten immer tausend Dinge auf einmal – jetzt sofort – geschafft bekommen. Wenn ich mir allerdings ins Gedächtnis rufe, dass alles seine Zeit braucht, klappt es meist am Ende viel besser und die Probleme erledigen sich wie von selbst.

3. Englisch, Französisch, Spanisch – drei Sprachen, die ich alle super gerne mag. Besonders Französisch und Spanisch finde ich wunderschön. In Spanisch beherrsche ich zwar nur die Grundkenntnisse aus der Schule, aber daran kann man ja vielleicht noch arbeiten…

4. Es ist nie zu spät, mit Sport anzufangen und Sport ist auch nicht gleich Mord. Meine Eltern sind beide unglaublich sportlich – Respekt dafür, Mama und Papa 😉 – ich war als Kind und junger Teenager aber nie sonderlich motiviert. Ich war nie beim Handball, Fußball, Kampfsport, Leichtathletik oder sonst irgendwo. Als kleines Mädchen habe ich, wie so viele, meine Freude am Reiten entdeckt und das auch für sieben Jahre durchgezogen. Mehr allerdings nie. Und dann fing ich mit etwa 15 Jahren an, regelmäßig ins Fitnessstudio zu gehen und plötzlich legte sich ein Schalter um und alles lief wie am Schnürchen.

5. Gitarre spielen. Ich habe über vier Jahre Gitarre gespielt, bis ich dann aus Zeitgründen aufhören musste. Ich habe meine geliebte Gitarre aber immer noch bei mir stehen und wenn ich mal entspannen möchte und Lust auf Musik habe, spiele ich immer ein paar Lieder.

6. Kochen und Backen. Ich erinnere mich an meine ersten Gehversuche im Kuchenbacken, als ich etwa zwölf war. Ich wollte meinen Großeltern eine Freude machen und einen Kuchen backen – nur wusste ich nicht, was genau eine Prise Salz ist. Helfen lassen? Bloß nicht! Das Ende vom Lied: der Kuchen war ungenießbar – viel zu viel Salz. Mittlerweile habe ich allerdings dazugelernt und liebe Kochen und Backen über alles.

7. Zufriedenheit hängt vor allem davon ab, mit welchen Leuten man sich umgibt. Nicht jeder tut einem gut und wenn man das einmal verstanden hat, kann man daran auch etwas ändern. Natürlich wird das im ersten Moment vielleicht schwierig, aber auf Dauer ist es einfach das Beste, was man machen kann, um sich selbst einen Gefallen zu tun.

8. Es bringt nichts, sich ständig über alles und jeden aufzuregen. Wenn an einem Tag alles schief geht, passiert am nächsten Tag etwas Schönes. So ist es meistens. Daran denke ich zwar auch nicht immer, wenn ich den Zug verpasse, 10 km lang hinter einem LKW herdackeln muss oder eine miese Klausur schreibe. Aber meistens ist es so und wenn man eine Nacht drüber geschlafen hat, sieht die Welt schon ganz anders aus.

9. Selbstakzeptanz. Jede Frau (und bestimmt auch der ein oder andere Mann) hat regelmäßig mit irgendwelchen Idealen zu kämpfen, die es zu erfüllen gilt – sei es optisch oder auch geistig. Ich selbst bin auch oft unzufrieden, aber das war auch schonmal schlimmer. Ich glaube, je älter man wird, desto mehr weiß man, wie und wer man sein möchte und fängt irgendwann an, sich selbst ganz okay zu finden. Und am wichtigsten ist sowieso, dass man gesund ist.

10. Tattoos tun gar nicht so weh. 😉

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11. Geschmäcker ändern sich! Es lohnt sich, alles, von dem man bisher dachte, man mag es nicht, einfach regelmäßig wieder zu probieren. Als Kind habe ich zum Beispiel Oliven, Tomaten und Rosinen abgrundtief eklig gefunden. Mittlerweile würde ich am liebsten alles mit extra Oliven bestellen und esse auch ganz gerne Tomaten und Rosinen.

12. Stolz darauf zu sein, Deutsche zu sein. Ich will mich nicht mit irgendwelchen politischen Äußerungen zu weit aus dem Fenster lehnen, aber trotzdem stehe ich gerne zu dieser Aussage. Die Vergangenheit unseres Landes hat uns natürlich geprägt – trotzdem oder vielleicht gerade deswegen führen wir hier meiner Meinung nach aber heute ein recht behütetes und gut organisiertes Leben. Ich persönlich bin in einem offenen, demokratischen und wunderschönen Deutschland aufgewachsen. Unsere Sprache ist wahnsinnig schwer und wir lernen sie von klein auf, ist das nicht irgendwie cool?

13. Just do it – vor allem der Blog hat mich wahnsinnig viel Überwindung gekostet. Und wie sollte es auch anders sein – Mittlerweile bin ich doch irgendwie stolz auf mich und sehr froh, es getan zu haben. Das gilt so ziemlich für alles, was man im Leben erreichen will. Tu es einfach!

14. Recht spät, aber irgendwann bin ich eben doch dem Mainstream verfallen und habe gelernt: Apple ist wirklich so gut, wie alle sagen. Ich war jahrelang treuer Android- und Windowsnutzer, aber dass ich mich irgendwann anders entschieden und umgestellt habe, habe ich nie bereut. Mittlerweile liebe ich sowohl mein iPhone und auch mein noch recht neues MacBook vor allem für ihre komfortablen und leicht zu bedienenden Nutzeroberflächen.

15. Dankbar zu sein für die tolle Kindheit, die ich erleben durfte. Kein Handy, kein Tablet, kein Computer. Das höchste der Gefühle war schon ein Walkman für Kassette oder CD – und selbst der flog in die Ecke, als meine Freunde fragten, ob ich raus auf die Straße spielen kommen möchte. Toben mit Oma und Opa, kuscheln mit Mama, getragen werden von Papa würde ich nie im Leben eintauschen gegen irgendwelche Spiele auf dem Smartphone.

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16. Das Leben wertschätzen. Nichts ist selbstverständlich und deswegen genieße ich immer besonders die Momente, die mir besonders viel bedeuten. Zeit mit den liebsten Menschen, neue Freunde finden, frühe Sonnenaufgänge und späte Sonnenuntergänge, gute Gespräche, gutes Essen und einfach diese Freiheit, tun und lassen zu dürfen, was man möchte.

17. Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied. Klingt ziemlich abgedroschen, stimmt aber irgendwie. Wenn man sein Leben selbst in die Hand nimmt und versucht, das beste daraus zu machen, dann klappt es auch – davon bin ich fest überzeugt.

18. Ganz jugendlich und etwas inkorrekt ausgedrückt: don’t give a f*ck about everything. Manches darf einem auch einfach mal egal sein.

19. Träumen. Träume finde ich einfach sooo wichtig. Egal, ob sie realistisch sind oder nicht. Ob man von seiner eigenen Zukunft oder sich einfach ein Buch hinein träumt, es tut einfach wahnsinnig gut und gibt vielleicht einen kleinen Anreiz für das eigene Leben.

20. Ich bin nur einmal jung. Früher hatte ich mein Leben total durchgeplant – was ich wann, wo, wie und mit wem machen möchte. Aber mittlerweile finde ich es wichtiger, einfach das zu tun, wonach mir gerade ist. Spontan zu sein. Die Jugend voll auszuleben. Vielleicht auch mal über die Stränge zu schlagen. Erfahren zu sammeln – gute UND schlechte. Warum nicht? „Am Ende bereut man nicht das, was man getan hat, sondern das, was man nicht getan hat“. Den Spruch hat jeder bestimmt schon zig Mal gehört. Aber es steckt ’ne ganze Menge Wahrheit drin. Zumindest sehe ich das so.

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In dem Sinne – habt noch einen schönen Tag! Ich würde mich freuen, wenn ihr mir in den Kommentaren beantwortet, was eure ganz persönliche kleine „Lebensweisheit“ ist.

Eure Lena

 


3 Gedanken zu “20 Dinge, die ich in 20 Jahren gelernt habe

  1. Ich hoffe sehr, dass du so reflektiert bleibst.
    Ich finde, in der Jugend nimmt man vieles viel zu selbstverständlich. Erst jetzt bemerke ich, wie gut ich es früher hatte und wie unbeschwert mein Leben war.
    Daher ist es wirklich klasse, wie du über dein Leben schreibst. Weiter so!

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